Eisjoggen-Ausrüstung

Kung-Eis, Eisjoggen hat den Anspruch, das artgerechteste Laufen des Menschen zu sein. Dies verbietet im Prinzip jede Ausrüstung. Da wir jedoch wettermäßig im Laufe des Jahres in Temperaturbereiche kommen, in denen selbst dem Trainiertesten Erfrierungen drohen, wenn er über ein halbe Stunde und länger völlig unbekleidet durch die Natur rennt, ist gewisse Ausrüstung ein zwingender Kompromiss.

 

Sommer (und bei warmen Wetter zu den übrigen Jahreszeiten)

Laufausrüstung:

als Anfänger neben einer kurzen Laufhose ohne Futter auch eine Bekleidung des Oberkörpers, später für Männer nur Laufhose. Bei Start von FKK-tauglicher Stelle aus kann auf alle Bekleidung verzichtet werden.

Wird es zu kalt für die Füße/Hände: Trecking-Sandalen, Fingerhandschuhe

Bei kalt + nass: Wasserdichte Wanderschuhe, möglich sind auch preiswerte Trecking-Schnür-Halbstiefel, die aber nicht so lange trocken bleiben.

Sonstiges:

Ausrüstung für tägliches Füßewaschen, evtl. auch Duschen, eine sanfte Hornhautfeile, Schrundensalbe

 

Winter (und bei kaltem Wetter zu den übrigen Jahreszeiten)

Laufausrüstung:

Grundsatz: Je wärmer man angezogen ist, desto länger kann man bei Kälte „nackt“ joggen.

Zu schützen sind neben den Füßen genau so die Hände. Es geht dabei neben der Abwendung der reinen Erfrierungsgefahr vor allem um den Wohlfühlfaktor. Faustregel: sobald Hände oder Füße beginnen, unangenehm kalt zu werden, sollte man auf kurzem Weg nach Hause laufen und sich künftig wärmer einpacken.

 

Je nach Kälte folgende Schichten:

Unterschenkel/Füße: Kurzsocken (zum täglichen Wechseln), Kniestrümpfe (verhindern ein rutschen der Socken), Plüsch-Wärmesocken, Neopren-Socken (verhindern ein Rutschen der Wärmesocken, verhindern Reiben am Gummistiefel), Gummistiefel, wasserdichte Gamaschen, Stoffstulpen zur Abdichtung des oberen Randes der Gamaschen.

 

Hände/Unter- und Oberarme: kurze Neoprenstulpen über Pulsbereich, längere Neoprenstulpen (auch abgeschnittene dünne Neoprensocken) über ganzen Unterarm (außer Hand), Stoffstulpen, dünne Fingerhandschuhe, Plastikschlauch (bei stärkerem Regen oder starkem Wind), weitere Stoffstulpen, große Fäustlinge (mit viel Platz, möglichst auch, um später die Laufhose darin aufzunehmen).

 

Gummistiefel: die preisgünstigsten Gartenhalbstiefel aus Gartenmarkt (= voller Absatz), Absatz soweit als möglich (dass kein Loch im Stiefel entsteht) absägen (mit Multifunktionsgerät und Messerwerkzeug), Gummistiefel evtl. in der Höhe noch etwas kürzer schneiden (vor allem für gemäßigte Übergangszeiten), Gamaschen müssen aber noch gut Halt haben.

Man benötigt verschiedene Größen an Gummistiefel, je nach Kälte, durchaus 3-8 Größen größer als normale Schuhgröße. Der Fuß sollte noch reichlich Platz haben – es sollte nichts drücken und man sollte noch leicht aus dem Stiefel wieder herauskommen. Auch können bei entsprechender Kälte 1-2 Einlegesohlen nötig werden.

Gummistiefel setzen ein Laufen auf den Fußballen voraus (Vorfußlaufen), dass jedoch ohnehin als Teil des »Kurzschritt-Tanz-Geh-Laufens« erlernt werden sollte, falls man bisher Fersenläufer war. Außerdem sollte man – entsprechend den Laufstilregeln – stark mit dem Oberkörper Schwung nehmen. Beides zusammen macht Gummistiefel-Laufen sehr angenehm. Wer noch nicht soweit ist, sollte wasserdichte Membran-Wanderschuh benutzen.

 

Sonstiges:

• elektrischer Schuhtrockner mit Kaltluftfunktion (Zimmertemperatur). Ich habe einen einfachen (mit Lüfter und 4 Schläuchen) Schuhtrockner geöffnet und die Kabel zur Heizwendel entfernt.

• Trockenraum oder andere Möglichkeiten, um täglich alles aufhängen zu können. (Ich habe eine eigens dafür ausgebaute kleine Abstellkammer)

• Dusche, Badewanne, Gummi-Wärmflaschen, Sport-BH zum Arretieren der Wärmflasche am Körper, evtl. eine übergroße Strickjacke, Skianzug, Zudecke: Beim Laufen kann es, ohne dass dies als unangenehm empfunden wird, zu einer Absenkung der Körper-Kerntemperatur kommen. Dies führt dazu, dass nach dem Laufen mit der Reduzierung des Blutkreislaufes ein Frieren einsetzt. Um dieses unangenehme Gefühl zu vermeiden, ist eine rasche Wärmezufuhr nach dem Laufen sinnvoll. Auch sollte man sich dann möglichst nicht allzu bewegungsfreien Aktivitäten widmen. Möglich ist auch ein „Warmlaufen“ in angemessener Bekleidung.

 

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